Alice Urbach, die Nazis und die Wiener Küche
Shownotes
Alice Urbach war die Starköchin für alle Wiener Gesellschaftsschichten in den 1920er und 30er Jahren. Mit Kursen wie "Das Girl am Herd" vermittelte sie modernen Frauen die traditionelle und stark jüdisch geprägte Wiener Küche. Ihr 1935 veröffentlichtes Buch "So kocht man in Wien" war ein absoluter Bestseller; bis Österreich-Ungarn von den Nationalsozialisten übernommen wurde und der Name der jüdischen Köchin getilgt wurde. Fortan erschien ihr Kochbuch unter dem Namen Rudolf Rösch. Ein Unrecht, das erst 2022 behoben wurde. Wie Alice Urbach und ihre Enkelin sich nach dem Krieg gegen diese Ungerechtigkeit wehrten, warum Brit den Credit für Aliterationscatering klauen will und welchen kulinarischen Creditklau Julia bereits begangen hat, erfahrt ihr in dieser Folge.
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Quellen Susanne Belovari: Wiener Juden und die Wiener Küche vor 1938, 2019: https://experts.illinois.edu/ws/files/345076995/Wiener
Günther Fetzer: Zur Geschichte des Ernst Reinhardt Verlags von 1933 bis zu den ersten Jahren der Nachkriegszeit
Karina Urbach: Das Buch Alice. Wie die Nazis das Kochbuch meiner Großmutter raubten, Berlin 2020.
https://www.arte-magazin.de/kochbuch/
Bundeszentrale für Politische Bildung: https://www.youtube.com/watch?v=gWorEycdWp4
Statement Reinhardt Verlag (2022): https://download.reinhardt-verlag.de/Presse/Statement%20zum%20Kochbuch%20Alice%20UrbachReinhardt%20Verlag31.03.2022.pdf
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